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Stickerei "made in Ostwestfalen"
PDF DOWNLOADEN Die Kampmann GmbH in Bielefeld hat sich auf Textilveredelungen spezialisiert. Gemeinsam leiten Eveline und Jürgen Kampmann die Geschicke des Unternehmens und das bereits in der dritten Generation. Ihr Erfolgsrezept: ein steter Blick über den Tellerrand, eine große Portion Handwerkskunst und ein guter Schuss Innovationskraft.
Am liebsten steht Jürgen Kampmann an seinem Zeichenbrett im Atelier. Hier tüftelt er an neuen Ideen und setzt komplizierte Bilder und Logos in Stickstiche um. Auch seine jüngste Erfindung wurde hier entwickelt: Ein Stickprogramm, das die von dem Franzosen Louis Braille erdachte Punktschrift für sehgeschädigte Menschen auf Textilien bringt. 186 Jahre nach ihrer Entwicklung lässt sich die Blindenschrift damit erstmals per Stick auf Bekleidungsstücken, Handtüchern und Taschen "lesbar" darstellen. Die Idee dazu kommt Jürgen Kampmann auf der didacta 2010. "Damals habe ich zufällig mitangehört, wie die Mutter eines sehbehinderten Kindes darüber klagte, dass ihr Kind ständig mit fremden Kleidungssachen nach Hause käme, die beim Sport versehentlich vertauscht wurden", erinnert sich Jürgen Kampmann an die Initialzündung. Zurück in Bielefeld fängt er an zu experimentieren, mit den Mitteln die ihm zur Verfügung stehen. Wochenlange Versuche folgen, an deren Ende ein serienreifes Verfahren steht, das inzwischen patentiert ist. Dieser Unternehmergeist gepaart mit Kreativität ist für das Bielefelder Unternehmen symptomatisch und zieht sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte. Immer wieder scannen die Kampmanns den Markt, analysieren den aktuellen Bedarf und besetzen neue Nischen. Den ersten Schritt macht der Großvater von Jürgen Kampmann, Karl Kampmann sen. Im Jahr 1919 gründet er das Unternehmen und produziert textile Polierscheiben. In der Wirtschaftswunderzeit avancierte die Firma unter der Leitung von Karl Kampmann jun. zu einem florierenden Unternehmen und einem der stärksten Arbeitgeber vor Ort. Dank Kampmann erstrahlen Badarmaturen und Fahrzeuge in höchstem Glanz. Das Qualitätssiegel KKB (Karl Kampmann, Bielefeld) wird zum Markenzeichen. Doch mit dem Siegeszug der Kunststoffe und steigenden Stücklohnkosten schwinden auch die glanzvollen Zeiten. Der Traditionsartikel muss eingestellt werden, die dritte Generation Kampmann muss sich neu erfinden. 1989 gründen Eveline und Jürgen Kampmann die "Mode & Stickerei Kampmann GmbH". Ihr Business: Die Veredelung von Bekleidung durch hochwertige Stickereien. "Einmal Flusenmensch, immer Flusenmensch", kommentiert Jürgen Kampmann den fortwährenden Fokus auf Textilien. Als in den Folgejahren dann immer mehr Textilunternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern, setzen die Kampmanns zunehmend auf textile Werbeartikel. Der kleine Stickereibetrieb entwickelt sich zur "Kampmann GmbH International". Handwerkskunst Heute ist das Unternehmen Fullservice-Anbieter für textile Unternehmensausstattungen und kompetenter Berater, wenn es um die individuelle Anfertigung, Beschaffung und Distribution von Werbeartikeln geht. Das Traditionsunternehmen veredelt Heimtextilien, Berufsbekleidung, Freizeitmode und Schulkleidung. Die entsprechende Technik steht vor Ort: sechs Einzelmaschinen mit insgesamt 39 Stickköpfen. Für bereits konfektionierte Ware, wie zum Beispiel Polohemden oder Jacken, stehen Mehrkopfmaschinen in so genannter Freiarmtechnik zur Verfügung. Kapazitäten, die es möglich machen rund 1.400 Polohemden pro Tag mit einem Logo zu veredeln. In einer weiteren Halle steht eine Maschine, die eigens für die Bestickung von Caps ausgelegt ist. Bis zu 15 Farben können in einem Motiv verwendet werden. 1.500 bis 1.600 Garnfarben stehen jederzeit zur Verfügung. "Wir beobachten, dass die Anfragen individueller und die Mengen kleiner geworden sind", beschreibt Kampmann die Entwicklung der letzten Jahre. "Entsprechend setzen wir auf viele kleine Maschinen mit maximal vier Stickköpfen", so Kampmann weiter. Die Digitalisierung der Stickereien, das so genannte Punchen, erfolgt im unternehmenseigenen Atelier. Drei Mitarbeiter übersetzen hier alle Aufträge in feinste Stickbilder – von einfachen Logos über filigrane Schriftzüge bis hin zu anspruchsvollen Uli Stein Cartoons. Qualitätsarbeit "made in Ostwestfalen", die bei den Kunden sehr geschätzt wird. Bereits Anfang der 1990er Jahre fertigte das Textilunternehmen für das Jacques Britt- Label des Hemdenherstellers Seidensticker Uli Stein-Motive. Inzwischen obliegt Kampmann die Vermarktung zahlreicher Uli Stein-Produkte im skandinavischen Raum. Und auch Unternehmen wie Renault, Tesa oder Kverneland, norwegischer Hersteller von landwirtschaftlichen Anbaugeräten, zählen zum zufriedenen Kampmann-Kundenstamm. Maß statt Masse Fragt man die Kampmanns nach ihrem Erfolgsrezept, antworten sie schlicht: "Wissen, gepaart mit Vorstellungskraft und Ehrgeiz." So verwundert es auch nicht, dass er in Sachen Akquise eigene Wege geht. Der klassische Katalog rückt bei ihm in den Hintergrund. "Kataloge sind für mich nicht zielführend, denn sie gehen oft in der Masse unter", erklärt Kampmann seinen Ansatz. Statt dessen setzt er auf kreative Mailings. In Kooperation mit diversen Herstellern werden interessante Produkte ausgewählt, veredelt und an Interessenten verschickt. "Wir stellen den Adressaten innovative Werbeartikel vor, die in einem aktuellen Bezug zum Unternehmen stehen", so Kampmann. Rund zwei Drittel dieser Mailings gehen an Bestandskunden, der Rest an potenzielle Neukunden. "Statt unzählige Kataloge zu verschicken hat der Entscheider die haptische Werbung bei uns gleich auf seinem Schreibtisch", erklärt Kampmann weiter. "Das bringt uns eine Responsequote zwischen 15 und 20 Prozent." Ein Projekt, das gerade vorgestellt wurde, rangiert unter dem Claim: "Ein feiner Zug der Inseln." Mit der Kampagne stellt Kampmann den Kurverwaltungen der Ostfriesischen Inseln eine Lok mit sieben Wagons vor – jeder Wagon ist im Look der jeweiligen Insel gebrandet. "Wir haben das Thema Sammelmechanik mal weitergesponnen und auf eine ganze Region übertragen", erklärt Kampmann seine Idee. "Damit wird das Interesse an den anderen Inseln angekurbelt und das Inselhopping beflügelt." Farben fühlen Große Hoffnungen setzen die Kampmanns auch auf das jüngste Patent, das Stickprogramm, mit dem sie Blindenschrift auf Textilien bringen. "Brailleschrift zeichnet sich dadurch aus, dass sie dreidimensional ist wie ein Kegel", erklärt der Tüftler. "Und genau daran mussten wir schon ein bisschen knacken. Es reicht nicht aus, einfach nur einen Punkt zu sticken und dann mehrere Sticklagen aufeinander zu packen. Denn Punkte sind nach oben hin flach und somit nicht lesbar." Kampmann grübelt weiter und erinnert sich an alte Techniken, die er einst im Vogtland gelernt hat. "Dieses Wissen um Effekte gepaart mit der neuesten Technik brachte letzten Endes den Durchbruch", sagt Kampmann. Weiter ging es nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Immer wieder brachte Kampmann die Muster zu Test- Tastungen in eine Bielefelder Schule für Sehbehinderte. Bis ein Mädchen die Stickerei drehte, darüber fasste und lachend sagte: "Das ist ja mein Name." Inzwischen ist das Verfahren serienreif und natürlich haben die Kampmanns schon eine Menge Ideen für den Einsatz der Brailleschrift. "Alleine in der EU gibt es 15,3 Millionen Blinde. Das ist eine enorme Zielgruppe", beschreibt Kampmann das Potenzial. Im Blick hat er vor allem Krankenkassen und Verbände, aber auch Unternehmen wie zum Beispiel Verlage oder Hersteller von Waschmaschinen. Neben der gängigen Individualisierung, die in die Punktschrift übersetzt wird, bietet sich das Verfahren natürlich dazu an, weitere Informationen wie den Namen des Empfängers, Farbangaben und Pflegeanleitungen in die Textilien zu sticken. "Damit bekommt der Begriff der haptischen Werbung eine neue Bedeutung", so Kampmann. "Das sind nicht nur Werbeartikel, sondern Produkte, die der Zielgruppe ihren Alltag enorm erleichtern, und damit von sehr großem Wert sind."
Punkt für Punkt zum Patent
Brailleschrift in Aufzügen oder auf Medikamentenverpackungen – das ist nichts Ungewöhnliches mehr. Die kleinen Punkte erleichtern blinden Menschen den Alltag und ebnen den Weg in Richtung Barrierefreiheit. Eine Firma aus Bielefeld geht diesen nun weiter und bringt die sechs Punkte auch auf Textilien – mit der gestickten Brailleschrift, einer Erfindung, die ankommt und sogar schon patentiert ist.
„Die Idee für die stickbare Blindenschrift entstand durch ein zufällig mitgehörtes Gespräch auf der Messe didacta 2010 in Köln“, erinnert sich Jürgen Kampmann. „Eine Mutter erzählte, dass ihr nicht sehendes Kind oftmals Sportbekleidung der Mitschüler nach Hause bringt, da die Sachen in der Umkleidekabine unbemerkt vertauscht würden.“ Der Chef des Bielefelder Unternehmens Kampmann, das sich auf die Veredelung von Textilien durch Stickkunst spezialisiert hat, sah dies als Herausforderung. Gemeinsam mit Ehefrau Eveline und dem 16- köpfigen Team tüftelte Jürgen Kampmann, um das Problem der Mutter zu lösen. Übliche Sticktechniken konnten die notwendige Erhabenheit der Punktschrift auf Textilien nicht erzeugen. Diverse Ansätze wurden daraufhin getestet, immer neue Ideen ausprobiert. Schüler und Lehrer der Bielefelder Opticus- Schule, einer LWL-Schule mit Förderschwer punkt Sehen, kamen als „Testfühler“ vorbei und brachten ihre Erfahrungen und Wünsche mit ein. „Am Ende hatten wir Punkte, die auch nach unbeabsichtigtem Überbügeln dreidimensional bleiben und somit für blinde Menschen gut lesbar sind“, so Kampmann. Das neu entwickelte Verfahren stickt das Punktschrift-Alphabet mit der erforderlichen Mindesthöhe von 0,4 Millimetern. Sein Verfahren ließ sich der Bielefelder Unternehmer jetzt für Deutschland patentieren, später soll der Patentschutz weltweit ausgedehnt werden. Bei der Auswahl der Kleidung, der Sortierung im Kleiderschrank, beim Waschen oder eben beim Sportunterricht kann die eingestickte Brailleschrift im Saum oder auf dem Etikett manches Problem lösen. Initialen, Farbangaben oder Pflegeanleitungen lassen sich in alle Textilien sticken und problemlos mitwaschen. Selbst Stoffe wie Samt, Frottier- oder Strickware können mit Hilfe einer zuvor unterlegten Steppstickfläche markiert werden. Für Menschen mit Restsehvermögen kann zusätzlich eine kontrastreiche, gestickte Normalschrift aufgebracht werden.
Mit seiner Erfindung will Jürgen Kampmann nun auch andere animieren, den Weg der Barrierefreiheit weiterzugehen. Ideen für die Anwendung der stickbaren Brailleschrift hat er mehr als genug. So könnten zum Beispiel die Seitenteile der Kopfstützen in Bus, Flugzeug und Bahn zum Leitsystem werden, indem sie Auskunft über Abteil, Reihe und Sitzplatznummer geben.
Inka Senkbeil, Redaktion „Gegenwart“
Die Kampmann GmbH-international – 90 Jahre Tradition verpflichten
Wertschöpfung durch Wertschätzung
Bielefeld-Quelle. Dezember 2010. Es gibt ihn noch, den ehrbaren Kaufmann. Für das Team um Jürgen und Eveline Kampmann, die führenden Köpfe der Kampmann GmbH-international, ist die verantwortungsvolle Teilnahme am Wirtschaftsleben mehr als nur ein Leitfaden. Das Credo wird zur Ehrensache. Seit über 90 Jahren stützt das Traditionsunternehmen sein Handeln auf Tugenden, die den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg zum Ziel haben, ohne den Interessen der Gesellschaft entgegenzustehen. So arbeitet das Unternehmen, das auf die Veredelung von Textilien durch feinste Stickkunst spezialisiert ist, Hand in Hand mit Zuliefererbetrieben, die ökologisch zertifiziert sind. Ein wichtiger Vorteil bei der Erstellung von Schulkleidung, die gerade wieder in Mode kommt.
"Beständigkeit und ein fundiertes Fachwissen sind solide Grundpfeiler unseres Erfolgs. Wirtschafte nachhaltig: Das lernte ich früh von Vater und Großvater", erläutert Jürgen Kampmann die bis heute gültigen Grundsätze der Kampmann GmbH-international, nach denen sich ein eingespieltes Team von 16 Mitarbeitern gerne richtet. Den Grundstein für die Philosophie als auch die Unternehmensgeschichte legte der Großvater Karl Kampmann senior bereits 1919.
Die vorhandenen Ressourcen und ein gutes Netzwerk ermöglichten der Kampmann GmbH- international den schnellen Einstieg in die Thematik Schulkleidung. Heute umfasst die Kollektion über 100 Artikel, die die modeorientierten Kids gerne tragen. Mit mehr als einer Gemeinsamkeit: Alle Artikel stammen aus ökologischen Produktionen, sind qualitativ hochwertig, robust und echt angesagt. Ob Kleidungsstück, Cap oder Tasche, alles wird mit dem gestickten Schullogo veredelt. Innerhalb von nur vier Jahren entwickelt sich dieser innovative Bereich zu einem zentralen Zweig des Unternehmens.
"Wir haben alles getan, um unser Unternehmen frühzeitig optimal zu positionieren und geeignete Grundkollektionen zusammenzutragen. Aus kleineren Anfängen und ersten Teilen für das Max-Planck-Gymnasium ist heute ein starker Kundenzweig mit annähernd 40 Schulen entstanden. Anno 2008/09 sind wir, bedingt durch die enorme Nachfrage und den Informationsbedarf der Schulen und Eltern, dazu übergegangen, neben unserem hausinternen Schul-Shop unser Wissen und Know-how auf einer eigenen Homepage darzustellen." www.schulbekleidung-nrw.de
Wie alles begann: 1919 gründet Karl Kampmann eine Produktionsstätte für textile Polierscheiben und erlangt so das Vertrauen der Industrie in solide Qualität der Produkte aus dem Hause Kampmann. In den Nachkriegsjahren baute Sohn Karl Kampmann jun. die Produktpalette weiter aus und schafft mit dem Siegel "KKB" (Karl Kampmann Bielefeld) ein über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Zeichen für hohe Qualität und Langlebigkeit der Produkte aus Ostwestfalen.
Einen neuen Unternehmensbereich eröffnen Enkel Jürgen Kampmann und Ehefrau Eveline 1989 mit der Mode & Stickerei Kampmann GmbH. In Fortführung der Tradition erarbeiten sich die "jungen" Kampmann´s in der Branche in kurzer Zeit einen Qualitätsruf, der bis nach Norwegen und ans Mittelmeer reicht. Die Weiterentwicklung der zunächst kleinen Stickerei in die Kampmann GmbH-international wird zur logischen Folge, aufbauend auf kreativen Innovationen und einem hohen Qualitätsanspruch.
Welche Chancen sich für ein Unternehmen bieten, das sich auf die Stickkunst als Veredlung von Textilien versteht, erkennt das Team der Kampmann GmbH-international früh. Noch im Gründungsjahr der Mode & Stickerei Kampmann GmbH erhalten sie von der Firma Seidensticker eine umfassende Produktionsanfrage für Hemdenstickereien mit Motiven von Uli Stein. Großflächige, gestickte Cartoons kommen in Mode.
Einst als Lohnarbeit aufgebaute Geschäftsbeziehungen entwickeln sich für Kampmanns zum Quell weiterführender Geschäftsideen. Zehn Jahre später suchen die Geschäftsleute, mit dem affinen Interesse an Skandinavien, abermals den Kontakt zu dem Zeichner der frechen Mäuse und schlauen Pinguine. Ihre Anfrage, ob die Cartoons auch auf dem Skandinavischen Markt vertreten sind, verblüfft den Schöpfer des kultivierten Spotts. Überraschend schnell kommt eine Einladung. Uli Stein und die ihn betreuende Agentur Catprint-Media bitten zum persönlichen Gespräch. Die offensichtliche Seelenverwandtschaft zweier kreativer Köpfe bringt den Erfolg. Der hohe Qualitätsstandart, den Kampmanns bereits als Lohnarbeiter für Seidensticker bewiesen, überzeugt. Uli Stein und seine Agentur vergeben an die Kampmann GmbH-international das Recht für den deutschsprachigen und skandinavischen Markt, sämtliche Textilwaren mit den typischen Uli Stein Cartoons zu sticken. Die Rechte für Skandinavien reichen weiter. Sie umfassen auch alle anderen Merchandisingartikel. Der Uli Stein Internetshop wird derzeit für den deutschsprachigen Raum bestückt und im ersten Halbjahr 2011 mit Übersetzungen für die nordischen Länder ausgeweitet.
Qualität und Zuverlässigkeit: Über weitreichende Erfahrungen mit Merchandisingartikel verfügt das Unternehmen seit Jahren. Heute präsentiert sich die Kampmann GmbH-international mit seinen 2.000 exklusiven Shopartikeln auch als kompetenter Berater und Full-Service-Anbieter für textile Unternehmensausstattungen sowie für individuelle Anfertigungen, Beschaffung und Distribution von Werbemitteln und Präsenten. Stets heißt das Motto: "Kompetenz aus einer Hand".
Mehr im Internet unter www.kampmann-international.com oder unter Telefon 0521-45 26 26
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Für Rückfragen:
Kampmann GmbH-international Fon 0521 – 45 26 26
Jürgen Kampmann Fax 0521 – 45 23 47
Carl-Severing-Straße 60-62a
33649 Bielefeld (Quelle) info@kampmann-international.com
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Stickbare Brailleschrift patentiert – Die Kampmann GmbH-international sorgt für mehr Unabhängigkeit & Lebensqualität bei sehgeschädigten Menschen
Punkt für Punkt patentiert
Bielefeld-Quelle. Dezember 2010. Erstmals ist es der Kampmann GmbH-international gelungen, ein Stickprogramm zu entwickeln, das die von dem Franzosen Louis Braille bereits 1825 erdachte Punktschrift für sehgeschädigte Menschen verwertbar stickt. Übliche Sticktechniken können die notwendige Erhabenheit, die die Lesbarkeit der einzelnen Punkte der Brailleschrift garantiert, auf Textilien nicht erzeugen. Das von Jürgen Kampmann und Team entwickelte Verfahren stickt das aus Punkten bestehende Alphabet der Blindenschrift mit der erforderlichen Mindesthöhe von 0,4 mm, die notwendig ist, um von Blinden oder Sehbehinderten sicher gelesen, das heißt ertastet, werden zu können. Dieses Verfahren ließ sich das Bielefelder Unternehmen jetzt patentieren.
"Die Idee, die als Blindenschrift bekannte Brailleschrift stickbar und so für sämtliche Textilien als Trägermaterial verwendbar zu machen, kam mir aufgrund eines zufällig mitgehörten Gesprächs auf der didacta 2010 in Köln. Eine Mutter schilderte Vertretern einer Blindenschule ihr Problem, dass ihr nichtsehendes Kind oftmals Sportbekleidung der Mitschüler mit nach Hause bringt, da die Sachen in der Umkleidekabine unbemerkt vertauscht würden", so Jürgen Kampmann
"Nach diversen Tests mit unterschiedlichen sticktechnischen Ansätzen erhielten wir eine Version, die auch nach unbeabsichtigtem Überbügeln gut lesbar bleibt und somit die beste Basis für eine Kennzeichnung und Veredelung von Bekleidung Blinder darstellt. Gestickte Blindenschrift in unserer patentierten Ausführung ist deutlich dreidimensional und somit für den nichtsehenden Menschen gut erkenn- und lesbar."
Blind oder sehbehindert zu sein bedeutet weit mehr, als nur auf eines der fünf Sinnesorgane zu verzichten. Viele sehgeschädigte Menschen meistern ihren Alltag ohne fremde Hilfe in einer Welt, die in fast allen Bereichen auf visuelle Reize setzt.
Sehgeschädigte Menschen haben es gelernt, den fehlenden Sinn durch Hilfsmittel und viel Kreativität zu ersetzen. So ersann eine blinde Mutter die Idee, ihrem Kleinkind Glöckchen an die Schuhe oder an den Pulli zu nähen, um es in der Wohnung über die Akustik aufzuspüren. In vielerlei Hinsicht wird die Auswahl der Garderobe für Blinde und Sehbehinderte zum zentralen Thema. Darauf angesprochen meinte eine Betroffene: "Auch wenn wir nicht oder nur sehr eingeschränkt sehen, werden wir in jedem Fall gesehen". Bei der Auswahl der Kleidung und der Frage der farblichen Kombinierbarkeit helfen Verkäufer oder Sehende aus dem Freundeskreis. Zuhause im Kleiderschrank erhält jedes Ensemble seinen festen Platz. Eine gute Merkfähigkeit wird da zur Stilfrage. Das Waschen zu einem Vabanquespiel.
Die eingestickte Brailleschrift im Saum oder Etikett löst hier so manches Problem. Notwendige Informationen, ob Initialen zur Identifizierung von Schulkleidung, Farbangaben oder Pflegeanleitungen lassen sich dank des patentierten Verfahrens der Kampmann GmbH-international in alle Textilien sticken. Bisher gaben eingenähte Etiketten aus Kunststoff oder Metall Orientierungshilfen. Diese können sich lösen. Hinzu kommen ein fehlender Tragekomfort und die Gefahr, dass empfindliche Textilien wie z.B. Seidenblusen während des Waschvorgangs durch starre Etiketten beschädigt werden. Die eingestickte Orientierungshilfe kann hingegen problemlos mitgewaschen werden, ohne sich oder das Kleidungsstück zu verändern.
Weitere Anwendungsbereiche für die stickbare Brailleschrift finden sich schnell. So könnten die Seitenteile der Kopfstützen in Bus, Flugzeug und Bahn problemlos zum Leitsystem werden, indem sie Auskunft über Abteil, Reihe und Sitzplatznummer geben. Die seit 1878 international anerkannte Brailleschrift wird zum Verbündeten ohne Sprachbarrieren. Die sechs Punkte sind universal und übersetzen auch Sprachen mit nicht lateinischen, sogar nicht alphabetischen Schriften.
Als Nebenprodukt ihrer humanistischen Zielsetzung entstand bei der Kampmann GmbH-international die Idee, die Blinden-Stickschrift auch für Werbeprodukte zu nutzen, um Unternehmen, Krankenkassen und Verbänden haptische Werbemöglichkeiten anzubieten, die nicht alleine auf visuellen Botschaften basieren. So können Frottierduschtücher ebenso mit der Blindenstickschrift versehen werden, wie Sporttaschen mit einer speziellen "Logo-Einstickung". Ungeahnte Türen für ein erfolgreiches Marketing öffnen sich.
Alle bestickbaren Flächen lassen sich mit dem von der Kampmann GmbH-international patentierten Verfahren versehen. Bei Ausführungen auf Florgewebe, wie Samt und Frottiergewebe oder auch Maschenware wie Strickware, liegt unter den Schriftpunkten eine glatte, gestickte Steppstickfläche, um die Ertastbarkeit der Schriftpunkte mit der Mindestanforderung von 0,4mm Schrifthöhe zu gewährleisten. Für Menschen mit einem Restsehvermögen kann zusätzlich zu der gestickten Brailleschrift eine kontrastreiche, gestickte Normalschrift ergänzt werden.
Mehr im Internet unter www.kampmann-international.com oder unter Telefon 0521-45 26 26
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Jürgen Kampmann Fax 0521 – 45 23 47
Carl-Severing-Straße 60-62a
33649 Bielefeld (Quelle) info@kampmann-international.com
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