Die Techniken für die Textilveredelung

Siebdruck

Für den Direktdruck in hohen Stückzahlen auf T-Shirts und anderen „glatten“ Bekleidungsteilen ist der Siebdruck das am meisten verwendete Verfahren. Mittels eines „Rakels“ (Schieber) wird jede Druckfarbe des Musters separat über ein Sieb gestrichen und somit durch die Löcher des Siebes gedrückt. Auf modernen Maschinen können inzwischen bis zu 18 in einem Motiv und Arbeitsgang verarbeitet werden. Nach dem Druckvorgang muss die Farbe auf der Trägerware mittels eines Trockenofens und einer festgelegten Temperatur fixiert werden.
Das Druckverfahren für hellte, leuchtende Farben auf dunklem Untergrund erhebt besondere Ansprüche. Hier muss zunächst mit weißer Druckfarbe unterlegt werden um ein „durchscheinen“ des dunklen Stoffes zu vermeiden.

 

Transferdruck

Der Transferdruck ist eine Abwandelung des herkömmlichen Siebdruckes. Entgegen des Direktdrucks wird hier zunächst eine spezielle Transferfolie im Siebdruckverfahren mit dem gewünschten Motiv oder mit der Schrift bedruckt. Auch diese Folie wird nach dem Druck getrocknet und damit fixiert. Die auf der Rückseite mit einem Kleber beschichtete Folie wird anschließend mit einer Transferpresse unter hoher Hitze und mit starkem Pressdruck direkt auf ein Textil geklebt.
Diese Folien sind auch in einem gewissen Zeitrahmen lagerfähig und können Zug um Zug, je nach Wunsch für den Kunden verwendet werden. Damit können Bedarfsbezogene Bestellungen des immer wiederkehrenden Logos sehr flexibel und kostengünstig abgearbeitet werden. Äußerst beliebt ich dieses Verfahren bei der Anfertigung von Berufsbekleidung.

 

Digitaldruck

Diese, in den letzten Jahren sprunghaft entwickelte Technik macht den brillanten Druck selbst komplexer Motive auf feinsten Stoffen und auf Einzelstücken möglich.
Das Druckbild wird aus einer üblichen EPS, PDF oder TIF- Datei direkt an den Spezial-Tintendrucker gesendet und hier auf das betreffende Bekleidungsstück gedruckt. Auch danach ist eine fixierende Wärmebehandlung in einem Trockenofen empfehlenswert. Das Bekleidungsstück ist dann bis zu 30° waschbar und zeichnet sich durch höchste Bildqualität mit hoher Auflösung aus.

 

Beflockung

Der Volksmund spricht von „Flockdruck“ – es ist aber eher ein Aufkleben von Faserflocken unter elektrostatischer Einwirkung.
Bei der Beflockung wird in mehreren Arbeitsschritten vorgegangen. Zunächst wird, wie in einem Siebdruckverfahren in der Form des Motivs ein Kleber aufgebracht. Danach werden die Faserflocken auf die Kleberschicht „geschossen“. Die unter dem Bekleidungsstück befindliche Elektrotechnik sorgt für eine elektrostatische Aufladung der Flocken, wodurch sich diese aufrichten und nach der Fixierung und Trocknung des Klebers für einen seidig, weichen Griff der Oberfläche sorgen. Dieses Verfahren ermöglicht ebenfalls problemlos Einzelanfertigungen, wodurch sich diese „Druckvariante“ bei der Herstellung von Trikotsätzen mit verschiedenen Startnummern u. ä.  durchgesetzt hat.

 

Stickerei

Seit vielen Jahrhunderten steht diese Art der Textilveredelung für die edelste Form. Eine Stickerei ist äußerst langlebig und die verwendeten Garne behalten bei entsprechender Pflege auch nach unzähligen Waschvorgängen ihre Farbbrillanz.
Bei der Veredelung von Berufsbekleidung mit kurzen Waschintervallen oder besonderen Hygieneansprüchen und hohen Waschtemperaturen bleibt die Stickerei das Maß der Dinge. Auf Grund der hohen Wertschätzung ist die Stickerei auch das am häufigsten verwendete Verfahren für Anfertigung hochwertiger Präsente wie Bademäntel und ähnlichem.

Bei der Stickerei wird eine angelieferte Vorlage, wie ein sauberer Ausdruck, ein Bild oder eine Grafik-Datei in ein Maschinenstickprogramm gewandelt. In einem aufwendigen Verfahren werden die Konturen und Einzelheiten von jeglichem Bildelement abgenommen, in eine Koordinaten-Datei übernommen und anschließend mit Stickstichen gefüllt. Dieses Verfahren bezeichnet der Fachmann als Punchen. Eine gute Puncharbeit ist die Grundlage bester Stickereiqualität und wird daher zumeist nur von gut ausgebildeten Fachkräften mit reichem Erfahrungsschatz ausgeführt.

Die heutigen, modernen Stickmaschinen lassen die Verarbeitung von bis zu 15 Farben in einem Motiv zu, wobei der Farbwechsel bei weitem nicht so aufwendig ist, wie bei den Siebdruckverfahren. Daher kann bei hoher Farbanzahl die Stickerei im Preis günstiger gehalten werden, als das Druckverfahren. – Mehr Qualität bei günstigerem Preis.

 

Unsere Anforderungen an die Vorlagen der Kunden:

Dateien für die Datenformate:  PDF, EPS, TIF, GIF – oder JPEG- Format
( Achtung! – Bei Vectorformaten müssen die Schriften in Pfaden angelegt sein. )

Als Datenträger verwenden Sie bitte eine CD-ROM oder nutzen die e-Mail Übertragung.

Sollten keine Dateien vorhanden sein, reichen Sie reprofähige Vorlagen ein, wir übernehmen den Rest für die Anfertigung brillanter Ergebnisse.

Zum besseren Verständnis für die gewünschte Motiv-Größe und Anordnung liefern Sie bitte eine „Standskizze“ oder zumindest eine genaue Beschreibung.

Farbangaben sind stets in HKS, RAL-Fartönen oder bestenfalls in PANTONE- Farbtönen zu bestimmen.